die vermehrung von kakteen mit stecklingen
am schnellsten gelingt es, kakteen durch stecklinge zu vermehren. dabei kann man wie folgt vorgehen (allgemeine anleitung):
zuerst werden die entsprechenden kakteenglieder mit einem sauberen messer/schere von der mutterpflanze getrennt.
anschließend lässt man die schnittstellen für einige zeit an einem vor der sonne geschützten plätzchen trocknen. wie lange das dauert, richtet sich nach der stärke des stecklings. bei den “dünnen”, wie z. b. schlumbergera, rhipsalis, lepismium, epiphyllum kann man bereits nach einem tag mit dem eintopfen beginnen. vertreter dieser gattungen habe ich auch schon direkt nach dem schnitt gepflanzt, hat ihnen nicht geschadet.

bei dickeren stecklingen ist die wunde meist nach zwei bis vier tagen getrocknet.
danach werden die stecklinge in das für die jeweilige art passende substrat gepflanzt. die tiefe richtet sich nach der grösse des ablegers. oft reichen drei bis fünf zentimeter.
anschließend wird gut angegossen.

bei vielen kakteenarten kommt man für die aufzucht mit einem hellen standort, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad gut zurecht. bei den tropenbewohnern kann es sinn machen, den topf mit einem gefrierbeutel abzudecken und somit die luftfeuchtigkeit zu erhöhen. damit sich kein schimmel bildet, muss einmal täglich gelüftet werden.
zwischen den wassergaben lässt man die erde gut an-, aber nicht ganz austrocknen. selbstverständlich sind hierbei die bedürfnisse der jeweiligen art zu berücksichtigen.
gedüngt werden muss die ersten wochen nach dem pflanzen nicht.
